Der Fön

Heute wollte ich meine Haare trocknen.  Nicht alle Wohnungsbewohnerinnen waren damit einverstanden. Eine von uns, die nicht ich bin, die Kleinere, die die nicht die Verantwortung tragen muss, aber dafür jeden Tag hart arbeitet um groß zu werden, hatte Angst vor dem Fön. Wir haben uns damit hingesetzt, haben diesen Aufsatz angenommen und angeschaut und den Fön selber auch. Unter meinem Schutz hat sie ihn sogar angegriffen und mit dem Aufsatz gespielt… Einschalten durfte ich ihn aber nicht. Das hat aber auch nichts gemacht, denn nach einer halben Stunde waren die Haare trocken und der Fön kein Monster mehr. ;)

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30 geworden

Isidora wird heute 30. Also habe ich sie angerufen und sie in Barcelona erwischt. Kleine Reise zum Geburtstag ;) Normalerweise ist sie in Genf. Und ganz normal, also ursprünglich, war sie in Graz, wo sie meiner Meinung nach auch hingehört. Denn es ist eine Zumutung seine FreundInnen (und erst den Freund! ;) ) immer wieder zu verlassen. Keiner zum Spazierengehen da – ich bin da zugegebenermaßen etwas eigen, denn ich gehe nur mit solchen, wo das Tempo stimmt. Und die sind selten. Ich kenne zwei. ;) Keiner da um mir die (welt)politische Lage SO zu erläutern oder über die herausragendes Bedeutung eines guten Sexlebens für die Beziehung  zu philosophieren..:D  Also Isidora . Erwische ich sie heute in Barcelona und sie klagt eine Klage, die sie gut kann „Die Friseurin hat mich verschnitten“ Das ist etwas, das für gewöhnlich nur sie sieht und niemand sonst (erinnert mich gerade an S., die man wirklich jeden Samstag beim Friseur erwischt, wenn man sie anruft, oder wenn sie unter der Trockenhaube ein sms schreibt. „ich sehe aus wie ein Klopemsel.“ nie, nie, an keinem Tag, in keinem Zustand hat S. je wie ein Klopemsel ausgesehen. ;)   Aber gut. Selber ist man immer am kritischten ;) ). Zurück zu Isidora, die in Genf gerade ihren Master macht… Sie hat keine Krise mit dem 30er sagt sie. „Gut“, sag ich, „kriegst sie mit 40″. „Na danke, sehr nett,“ sagt sie. „Gern geschehen“, sag ich. „Entweder Krise mit 30 oder mit 40,“ erklär ich. Ich hab leicht reden, weil ich habs hinter mir. ;) Für ihr nächstes Jahr plane ich ihre Hochzeit und ihr erstes Kind. Wenn das mit der Familie noch was werden soll, dann wirds höchste Eisenbahn. Und man kann auch mit Kindern durch die Welt ziehen, behaupte ich. Also: Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe. ;)

Fotos von Livia

Ich könnte ja welche zeigen, habe ich mir gedacht :) Sie sind von September/Oktober… Ok, im  Foto hochladen bin ich noch nicht gut.  Aber man kann sie anklicken, dann sind sie größer. ;)

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Weihnachtsgeschenke

Es ist jedes Jahr die neue Frage.Was schenkt man Menschen, denen man was schenken muss, aber die alles haben und die man schon seit jeher beschenkt. Also viele Ideen ausgeschlachtet und so viele neue kommen nicht dazu.

Dafür wurde mir Livia gegeben. :D Nein, natürlich nicht DAFÜR ;) aber ich nutze die Situation aus. Livia-Fotobücher, Livia-Filmchen, Livia-Fotos gerahmt, Livia Kalender, ja eine Livia-Jahreszusammenfassung geht auch noch… (für ganz verzweifelte Zeiten: Livia-Kaffeetassen, Livia T-Shirt, Livia- wasweißich ;) )… Damit decken wir das meiste ab. Entspannend wird das heuer, sehr entspannend. ;)

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Tod auf der Straße

Wenn ich von Graz nach St. Johann fahre, ins Haus der Frauen ( www.hausderfrauen.at) und es ist Abend und ich bin allein, dann bemerke ich diese unzähligen Kreuze am Straßenrand. Bei manchen brennen Lichter, bei den meisten nicht. Manche stehen allein, an einer Stelle stehen zwei nebeneinander, die fallen mir immer auf. Einmal stehen innerhalb von 20 Metern 4 Kreuze…

Es ist halt eine Strecke, auf der viele Pendler unterwegs sind, gut ausgebaut. Manche rasen und rasen in den Tod, nehmen vielleicht andere mit. Manche sind vielleicht müde von der Arbeit oder von der Familie. Manche haben vielleicht was getrunken…

Sie fallen mir immer auf, die Kreuze, wie sie da stehen, wie Mahnmale. Jedes Kreuz für einen Menschen, hinter jedem Menschen steht eine Familie und stehen Freunde, Bekannte, sein alltägliches Leben, ein Dorf. Wie viel Leid, wenn ein Mensch aus dem Leben gerissen wird, sich selber aus dem Leben reißt und andere mit.

Es macht mich nicht nur nachdenklich, sondern auch zornig. Wie ich heute zurückfahre, kommt mir einer, der unbedingt überholen musste, entgegen. Es ist sich schon ausgegangen, weil ich bremsen konnte und er es gerade rechtzeitig wieder geschafft hat, auf seine Spur zurück zu kehren. Es war nicht schrecklich gefährlich., weil ich nicht so schnell war. Aber es macht mich zornig, wenn einer, weil er vermeintlich schneller sein will, sich und andere in Gefahr bringt. Normalerweise hätte ich gesagt, die Menschen sollen sich umbringen, wenn sie mögen. Aber so leicht ist das nicht. Denn alle haben Menschen, die sie lieben und denen sie damit auch was antun.

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Das Kind liest ein Buch…

… und ich surfe im Internet und höre meine momentane Lieblingsmusik.

Ok. Es lässt sich noch leicht ablenken beim Lesen, von den Realkatzen, die hier herumschleichen und in der Gehschule sitzen und vom Fernseher, der hier steht und will, dass sie sich an ihm hochzieht und zu ihm stellt. ;) Die Gehschule ist übrigens verwaist. Seitdem Livia gemerkt hat, dass es außerhalb ihrer Riesengehschule anderes auch noch gibt, will sie nicht mehr drin sein, außer die Katzen sind es. Wenn Livia kommt, wollen aber die Katzen lieber den Ort wechseln. ;) Ihre Verzückungsschreie sind ihnen zu viel.

Da Livia sich momentan an allem hochzieht, fällt sie ab und zu leider auch aufs Mäulchen, was ihr einen richtigen blauen Fleck eingebracht hat, am Kinn. Naja, ich erzähl ihr ja immer, dass das Leben immer wieder auch urarsch sein kann.  Anstrengendes, boshaftes Leben, mit Mühsal vollgepackt, das eine/n ermüdet. Schmerzen bereitendes Leben, das zur Bitterkeit verlockt, zum Zynismus, zur Verzweiflung und zum Aufgeben. So, bevor wir beginnen uns nach einer Brücke umzusehen,  vielleicht noch ein paar andere Aspekte. ;)

Wonniges Leben, das  uns lachen und lieben lässt, das uns das Herz immer wieder wärmt und öffnet, das uns feines Essen beschert und Urlaube mit wunderschönen Sonnenuntergängen.. Leben in Fülle, das Babys durch Wohnungen krabbeln lässt und uns hinterher, „ich fang dich“ rufend und uns beide lachend. Freundliches Leben, das uns MitstreiterInnen bringt, HerzensfreundInnen, Lebenspartner, Kuschelhaustiere, Lieblingstanten und warme Omas, Schwestern… Und nicht zu vergessen: Irgendwer hat Italien auch einmal in den Süden Europas gestellt, es mit einer traumhaften Landschaft versehen, mit Sandstränden und Steilküsten, mit Olivenbäumen und dem dazugehörigen -öl. Darauf hat sich so viel Geschichte abgespielt, auf deren Ausgrabungen man wochenlang herumkrabbeln kann. Damits noch schöner ist, hat diese/r jemand dort eine Sprache wachsen lassen, die in Wirklichkeit Musik ist. Ich empfehle übrigens die CD („lampo“) von Gianmaria Testa, auf dem das Lied drauf ist, das ich verlinkt habe.

Gut, es könnte sein, dass man nun herauslesen könnte, das nur italophile Menschen sich keine Brücke suchen müssen :D – Aber nein! Finnlandliebhaberinnen denken einfach an ihre Birken und Seen und was sie halt so fein finden. Und der Teil mit den Babys in den Wohnungen, den Lebenspartnern, den Kuschelhaustieren, den guten Omas, Schwestern, Herzensfreundinnen … ist ja für alle gleich. ;)

Sturmfreie Bude

Der Mann ist auf einem Workshop und wir sind allein. Exkurs: Es ist schon interessant, wie wir zu zweit allein sein können. Aber so ganz ohne Mann ist man doch allein, oder? ;)

Also wir sind allein: Die große Frau, die kleine Frau und die zwei Kastraten. Letztere haben gefressen und die Couch abgefräst. Damit ist das Tagwerk beendet und sie können sich vor dem Handtuchwärmer einringeln und schlafen.

Die kleine Frau ist auch schon schlafen getragen worden. Drei Mal ist sie schon aufgewacht, weil sie so Zahnweh hat oder was immer ihr auch weh tut. Chamomilla, das mir die liebste aller Panflöten geschickt hat, hat auch heute geholfen. Sie schläft jetzt und ich hoffe, sie tut es so lang, damit die große Frau sich ausruhen kann.

Die große Frau hat gegessen, aufgeräumt, Wäsche gewaschen und aufgehängt und sitzt jetzt friedlich vor dem Computer und strabanzt durchs Netz.

Früher einmal, bevor Livia in unser Leben getreten ist, hat mein Liebster gelegentlich ein paar Wochen in Asien verbracht, um sich dort mit Autobahnen und ihrer Bemautung herumzuschlagen. Dann hat er ein Jahr Wegfahrverweigerung ausgesprochen, was ich gut finde, weil ich am Anfang nicht gerade vier Wochen mit Livia alleine sein hätte wollen. Und jetzt ist er das erste Mal über Nacht weg und es ist ein bisschen wie früher. Vier Wochen sind ein bisschen hart, aber so zwei Wochen lang hab ich es immer gern mögen, wenn ich alleine war, meinen Tagesablauf auf den Kopf gestellt habe, vor dem warmen Kachelofen geschlafen habe, abends hunderttausend Aktivitäten geplant habe, in der Nacht nicht geschlafen und dafür am Tag, mit allen möglichen Leuten ein Bier trinken war wie zu studentischen Zeiten und ab und zu ganz heimlich eine Zigarette geraucht habe ;) .. Und das Wiedersehen war dann immer schön. So viel gechattet, haben wir daheim nie, denn da pflegen wir doch den direkten Weg ;)

Alleinsein kann schön sein. Speziell dann, wenn es keine Einsamkeit ist, sondern ein temporäres (manchmal selbstgewähltes) Alleinsein.

Alle guten Dinge sind drei

Hab ich versucht einkaufen zu gehen, am Samstag. Als erstes bin ich ohne Autoschlüssel weggegangen. Also bin ich, beim Auto angekommen, wieder zurück gegangen, hinauf in den zweiten Stock, richtigen Schlüssel holen. Dann bin ich zum Hofer gefahren, greife in meinen Rucksack und stelle die Abwesenheit meiner Geldtasche fest. Also wieder heim, wieder in den zweiten Stock, Geldtasche holen und wieder zum Hofer. Das hat dann geklappt. Ich hab dann den dm absolviert und den Hofer und sogar noch den Billa. Jetzt ist es für diese Woche wieder gut. ;)

Schnuller und Geschirrspüler

Ich: Was macht der Schnuller im Geschirrspüler?

Er: Die Katze hat drauf gekotzt.

Nun, das kann ein Grund sein, einen Schnuller nicht nur abzuspülen, sondern ihn  ernsthaft zu waschen. ;) Ob man Schnuller in den Geschirrspüler tun darf, weiß ich allerdings nicht. Aber nachdem Fläschchen hinein dürfen… Ich hätt ihn ausgekocht.

Desweiteren habe ich mir heute, auf Schnullersuche in der ganzen Wohnung, überlegt, wo alle 7 (in Worten: SIEBEN) wohl geblieben sein könnten. Ich finde immer nur einen. Nicht immer den selben – nein. Aber immerhin ist einer da, wenn man ihn brauch. Seltsam ist das, reichlich seltsam. ;)

Katzen und Halsschlagadern

Ein herkunftsfamiliärer Anruf. Livia liegt im Bett, mit mir und wird gestillt. Dabei ist einer der Kater. Diese Information bekommt die herkunftsfamiliäre Anruferin und sagt: „Also ich hab da von einem Fall gehört, da hat die Katze dem Baby die Halsschlagader durchgebissen.“ (meine Antwort wäre gewesen: Rabimmelrabammelrabumm. Aber ich war ja nicht da ;) ) Antwort meines Liebsten darauf: „Ich hab immer gedacht, Katzen ersticken Babys, indem sie sich auf sie drauf legen.“ :D Seine Schlagertigkeit liebe ich.

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