Wie gut, dass der Vormittag gut war ;) .

… denn der Nachmittag bot mir Herausforderungen. 😉

Habe ich den Vormittag noch genossen und darüber gebloggt, mit einem braven Kind und einer tollen Putzfrau, war der Nachmittag umso…. naja. eh irgendwie witzig. jetzt. 😉

Zur Hochzeit meiner herzallerliebsten S., deren Trauzeugin ich auch bin, möchte ich adäquat erscheinen. Die Hochzeit wird, wie sie, molto elegante sein. Und da fand sich in meinem Kleiderschrank ein urcooles Teil mit Geschichte. Die Geschichte geht so: Dank der gnadenlos guten geographischen Lage von Villach ist Udine unser Shoppingparadies (gewesen. Dank der gnadenlos schlechten geographischen Lage von Graz – kein Italien, keine Seen, kein Berg bin ich ja völlig vom Leben abgeschnitten hier 😉 nein, nicht völlig. Es gibt nette Leute hier. 😉 ) Also war ich mit meiner Mutter in Udine und sie hat unter meinen neidvollen Augen in einer Boutique ein urgeiles Teil gekauft. Urteuer. Ja, wenn mir Kleidung viel bedeuten würde, könnte ich es benennen. Also bestehend aus Hose und einem asymetrischen Obertreil, das auf der einen Seite bis zum Knie geht und auf der anderen eben nicht und das Ganze in Aubergine. Wäre unwesentlich, wenn meine Mutter nicht eine Allergie gegen verschiedene Stoffe hätte 😀 Hat sie aber, hat sie vorher nicht gewusst, also hat sie es mir geschenkt. *Glück*

Das war der schöne Teil. Am Weg ins Schuhgeschäft bin ich mit dem Kinderwagen in Hundekacke gerollt, es hat zu schütten begonnen, ich hab den Kinderwagen unterm Dach abgestellt, denn ins Geschäft mitnehmen konnte ich ihn wohl schwerlich. Dort gab es keine Schuhe für mich. Wir haben Taschentücher gekauft in einer Drogerie,wo man von draußen hineinrufen kann. Ich habe den Kinderwagen notdürftig gesäubert. Bin in ein Einkaufszentrum gegangen, habe dort am Klo den Kinderwagen gereinigt und meine Hände – lange und ausgiebig gewaschen. Livia hat das Ganze nicht gefallen, sie hat währenddessen ebenso ausgiebig geschrien und ich konnte ihr nicht den Schnuller in den Mund stecken, bevor ich meine Hände nicht laaaang unter heißem Wasser und viel Seife gehabt hatte. Dann haben wir nach Schuhen geschaut, Livia hat friedlich geschlafen – nein, ich hab mich nicht verarscht gefühlt. 😉 Gut. Im dritten Geschäft bin ich fündig geworden. Ich wollte keine teure Tasche, ich zahle nicht so viel dafür wie für die Schuhe. Denn teure Schuhe – das leuchtet mir noch ein…. Als ich die Tasche gesehen hab, war mir jedoch völlig klar: ich bezahle alles für diese Tasche. Allerdings nicht 250 Euro. Ich mag meine Ehe nämlich (besonders heute wo wieder Hochzeitstag ist – standesamtlich diesmal) und wir machen gemeinsame Sache mit dem Geld. 😉 Es hat dann eine um den halben Preis auch getan und sie ist sehr cool.

Also: wir zur Straßenbahn, ich superhappy, Livia normal. Wir bei der Haltestelle: ich superhappy, Livia heulend, weinend, schreiend. Ich denke mir: Gut, mit Schnuller schaffen wir das bis daheim. Die Leute schauen schon, beklagen schon das Unglück der Kleinen… Nach dreißig Minuten Schreien – das sind nur die gefühlten, denn die Umrechnungsformel geht so: 1 Minute Babygeschrei = 10 gefühlte Minuten Babygeschrei. Also nach drei tatsächlichen Minuten habe ich ein Kaffeehaus angesteuert. Raucher. Egal. Livia an den Busen gehängt, einen Kaffee (koffeinfrei – natürlich) bestellt und mir gedacht: Schlimmer kanns nicht kommen. Livias Verdauung jedoch wurde durch das Trinken angeregt, das hörte man, ich wusste es, bevor ich es sah. Ich wusste es, bevor es passierte, dass der Tag noch nicht vorbei ist. Ich hatte natürlich nicht zufällig eine Ersatzgarnitur Kleidung mit, weil ich war ja eigentlich nicht lang aus. Gut, wir sind dann zu Fuß nach Hause gegangen, weil irgendwie war eh schon alles wurscht und in eine von diesen alten Straßenbahnen komme ich mit dem Kinderwagen kaum hinein. Und Niederflur ist natürlich grad keine gekomme. Klar, oder?

Daheim hat die Katze die Rose, die ich gestern geschenkt bekommen habe, vom Aquarium geworfen. Natürlich hinters Aquarium. Das Wasser von der Vase ist natürlich unter die Schallplatten meines Ehemannes geronnen. Ich weiß gar nicht, ob Wasser für Schallplatten schädlich ist, aber ich werde es gleich wissen, denn er kommt jetzt heim.

Ich liebe mein Leben. Und das wirklich Gute daran ist, dass ich jetzt, wenn mjir sowas passiert, nicht mehr alleine darüber lache, sondern alle Leute meinen, ich hab so viel Spaß mit Livia.

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2 Antworten to “Wie gut, dass der Vormittag gut war ;) .”

  1. Sonja Says:

    Danke, und ja ich habe mich sehr darüber amüsiert.

  2. Masca Says:

    Ha ha ha! Auch ich habe mich köstlich über Deinen Bericht amüsiert, liebe Kathi! Dein Nachmittag bietet super Beispiele für Murphy’s Law…


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