Die Lesung…

… war ein voller Erfolg.

Gestern abend haben wir 25 FreundInnen unser Buch vorgestellt und daraus gelesen. Das war das, wovon wir beim Schreiben geträumt haben, weil wir können auch ziemlich witzig sein, glauben wir 😉 . Wir hatten Sorge, dass wir größenwahnsinnig sind „wer wird uns schon lesen wollen?“ und haben es uns so lustig vorgestellt. Und Letzteres war es auch. Es war lustig, obwohl das Buch nicht nur lustig ist. Es ist spannend, berührend, beklemmend, es hat wunderschöne Liebesgeschichten und es ist eben auch lustig.

Sie haben uns gesagt, wir sollen ein Hörbuch daraus machen. Ja, das ist ein guter Plan! 🙂

Heute ruhen wir uns aus und sind stolz. In diesem Projekt kommen als nächstes unsere Lektorin dran, ein Workshop zur Verlagssuche und die Verlagssuche. Vielleicht haben wir Glück? Die Chance ist eher gering, es heißt nicht, dass gute Bücher einen Verlag finden und es heißt nicht, dass alle Bücher, die von Verlagen gekauft werden, gut sind. Wir werden uns viel Zeit lassen, wir haben keine Eile, sind von nichts abhängig und wollen nicht reich werden (das sind wir schon, aber nicht im herkömmlichen Sinne  :D). Und wenn es kein Verlag ist, dann werden wir es anders veröffentlichen.

Walter Moers hat uns die ganze Zeit durch inspiriert. Er schreibt in „Die Stadt der träumenden Bücher“: „Es ist völlig egal, wie gut oder schlecht sich ein Buch verkauft, wie viele oder wenige Leute einen Dichter wahrnehmen. Das ist unbedeutend, von viel zu vielen Zufällen und Ungerechtigkeiten abhängig, um ein Maßstab zu sein. Was ich meine ist: es kommt darauf an, wie hell das Orm in dir brennt, während du schreibst.“

Unter Orm kann man sich was vorstellen, wenn man das liest, denke ich. Das Orm hat lichterloh gebrannt beim Errzählen dieser Geschichte. Und ich finde in mir  noch viele, die ich erzählen möchte. Aber nicht allein. Das Schöne ist es, das zu zweit zu tun. Alle Unsicherheiten, Durststrecken, Zweifel werden abgefedert, weil eine immer Mut hat. Wenn eine Mut hat, dann kann die andere Sorge haben und umgekehrt.   Und: Die gegenseitige Inspiration ist enorm. Inspiration für die Geschichte, Inspiration, über Dinge nachzudenken.

Wir haben auch schon ein Thema, um das wir seit ein paar Wochen kreisen. Was es ist, verrate ich nicht. Aber ich glaub, es wird schön. Nicht so wild wie dieses Buch, sondern schön und leise. Ich freu mich drauf. Darauf, wie die Personen entstehen werden, wie die Geschichte wachsen wird. Aufs Schreiben in der Nacht, wenn es still ist, wenn Livie schläft und mein Mann auch und ich ganz allein am Computer sitze. Ich liebe die Nacht. Auf die schönen Szenen und auf die aufwühlenden. Auf Wendungen, von denen ich vorher nichts wusste. Denn wir, da sind wir uns einig, erfinden die Geschichten nicht, sondern wir schauen nach Innen und lassen sie uns erzählen.

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2 Antworten to “Die Lesung…”

  1. wolkenl0s Says:

    „wir wollen nicht reich werden (das sind wir schon, aber nicht im herkömmlichen Sinne)“

    Der schönste Satz in diesem Artikel…

    *hach*

  2. S. Says:

    Nochmal ganz herzliche Gratulation zu dem gelungenen Projekt und dem schönen Abend gestern!


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