Verschwiegenheit

Mein Problem ist, dass ich zur Verschwiegenheit verpflichtet bin. Ich darf daher nicht darüber schreiben, was ich am Amtstag erlebt habe und weshalb mein Kollege und ich danach fast ein Bier trinken haben müssen, aber dann doch beim Kaffee geblieben sind. Aber ich darf sagen: Wir haben es gut hingekriegt. Nach des Arbeitstages Müh und Plag bin ich ich in den Schoß meiner Familie zurück gekehrt, habe was gegessen und mit dem Tiroler geplaudert, mich an den Computer gesetzt und meine Weisheiten zu Ehe-, Familien und Uniproblemen in die Welt hinaus gesendet.

Die Uniprobleme finde ich immer lustig und darüber darf ich auch schreiben. Bei uns gab es ein Institut, das dereinst am Sekretariat außen einen Türknauf hatte, statt einer -schnalle. Es ist ja echt nervig, wenn Studierende sich erdreisten, das Sekretariat in Anspruch zu nehmen und vielleicht sogar Fragen zu stellen. Besser die Sekretärinnen sperren sich ein und warten bis ihr langer Arbeitstag endlich zu Ende ist. Nerven muss man sich da echt nicht lassen.

Ich kann mir sowas ja wieder nicht leisten. Am Amtstag kann ich nicht sagen „Ach, bitte, Sie nerven mich und außerdem habe ich keine Lust mich mit dieser Unterhaltsfrage zu beschäftigen. Gehen Sie wieder heim.“ Die Sekretärin des angesprochenen Instituts hat das auch nicht gesagt, denn so höflich war sie nicht. 😉 Und dann hat sie eh bald Nägel mit Köpfen gemacht und den Türknauf bestellt.

Der Tiroler jammert derweil herum, dass ich ihn neuerdings den Tiroler nenne. Er findet, es klingt so bergvölkisch. Das ist natürlich wahr. Vom Bergvolk hat er aber nur die Sturheit, nicht den Horizont. 😉 Er ist gescheit,  offen, umgänglich und witzig.  Wenn man ihm mit einem Anspruch kommt, tritt seine Widerborstigkeit zu Tage. Aber bitteschön, das bin ich ja von allen möglichen Leuten gewöhnt. Nicht alle können so umgänglich und unkompliziert sein wie ich. 😉

 

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