„Das da oben auf dem Bild ist eine Sonnenblume“

Ich habe hier schon das eine oder andere Mal erwähnt, dass ich eine zukünfte Nobelpreisträgerin (Literatur wahrscheinlich) großziehe. Mit dem Satz hat sich mich heute zum Frühstück überrascht. Sie ist toll. Ich bin verliebt in mein Goldkindchen.

Es ist wieder der Tag vor dem Amtstag, die letzte Novemberwoche ist angebrochen. Das bedeutet, dass die meisten meiner KollegInnen sehr bald das Gericht wechseln. Ich und weitere vier bleiben hier, denn wir wurden um ein Monat verlängert. Der KollegInnenverlust schmerzt mich vor allem im Hinblick auf die Auskennerin, mit der ich das Büro teile. Sie versorgt mich liebevoll mit Kräuterzuckerl, Wasser und Informationen aller Art. Mein ich-bin-Streitsachen-zugeteilt-mache-aber-am-Amtstag-immer-Familienrecht-Kollege wird mir auch fehlen. Wir haben uns erfolgreich durch ein paar schwierigere Scheidungen gekämpft und viel gelacht in der Zeit, in der wir nicht mit scheidungswilligen Parteien befasst waren. Mir kommt vor, als gäbe es wenig Lustigeres als Scheidungen, was sich vermutlich bald wieder relativieren wird. 😉

Nachdem ich in meinem Leben außer Gerichtsjahr und Propädeutikum quasi nichts zu tun habe, fahre ich von Donnerstag bis Samstag mit Vrouwe zum Buchschreiben. Wir sind am Ende unseres Romanes angelangt. Erfahrungsgemäß sind wir besonders produktiv, wenn wir uns ein paar Tage zurückziehen und intensiv arbeiten. Es erstaunt mich, aber sie schreibt noch immer konzentriert, wo ich schon völlig fertig nach Wein oder Schokolade oder wenigstens einem Spaziergang winsle. Kratzt ein bisschen, denn ich bin nicht gern das Weichei. 😉 Aber dafür kann sie zuweilen eine beeindruckende Schreckschraube sein. Aber nicht die Einzige. 😉

Heute habe ich Livia schockiert zugehört, wie sie in einem völlig neuem Ton Chaplin-NEIN!!! geschimpft, nein, gekeift hat. Es war meine Stimmlage. Damit sich diese Wahrheit nicht so anfühlt, wie sie das tut, werde ich jetzt mit dem Tiroler ausgehen. Isidora wird das Kindchen bewachen und ich kriege Sushi. Das beruhigt mich meist und ich bin zahm und ein besseres Vorbild. 😉

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