Das Problem, wenn man auf das Auto angewiesen ist, ist…

… dass man auf das Auto angewiesen ist. 😉

Gestern, um 7.30 habe ich mich daran erinnert, dass unser Auto im Winter Probleme hat. 7.30 ist insofern schwierig, als der Amtstag um 8.00 beginnt und ich da schon eine Weile am Gericht sein sollte. Ich habe mich beeilt, außen und innen Eis zu kratzen – weil irgendein Wahnsinniger das Fenster offen vergessen hat und ich habe das warnende Blinken der Temperaturanzeige ignoriert. Nur Gott weiß, weshalb sie zu blinken in der Lage ist, denn eigentlich haben wir den Kontakt unterbrochen, weil mich das Blinken wahnsinnig macht, Maßnahmen wie das Nachfüllen von Wasser aber nicht helfen. Gott sei Dank haben sich alle Türen schließen lassen, denn das ist bei Kälte keine Selbstverständlichkeit. Um Mitternacht habe ich noch gute-Mutter-Punkte gemacht, indem ich die Pixie-Bücher und Schleich-Tiere, die der Tiroler fleißig verpackt hatte, am Adventkalender befestigt habe. Ein Blick in Facebook und das heutige Gespräch mit meiner Richterin ergaben, dass ich nicht die einzige Mutter mit einer Mission war.

Am Gericht war heute alles anders. Das verkehrte Gesicht erwartete mich in meinem Büro. Meine LieblinkskollegInnen sind weiter gezogen und andere sind gekommen. Ausgetauschte sms ergaben, dass es die anderen nicht so gut erwischt haben. Ich habe Glück. Bei mir ist eine nette Frau eingezogen. Am Nachmittag hat der Tiroler das Kind von der Tagesmutter abgeholt, während ich bei meinem Homöopathen war und mich blamiert habe. Homöopathenbesuche haben immer peinliche Elemente – bei mir. Ich erzähle frei aus meinem Leben, schildere meine Beschwerden, erzähle Träume und aus meinem Seelenleben. Dafür hat er auch immer gute Mittel, die meinen Heuschnupfen verbessern oder mich mehr ich sein lassen. Nachdem das letzte den durchschlagenden Erfolg hatte, dass ich nun den Konflikt weniger scheue, was mich eine Freundin gekostet hat, aber ein paar gute Erfahrungen eingebracht hat, bestellt er mir das heutige Mittel aus England. Es ist ganz nah verwandt mit dem Letzten und ich habe ein bisschen Angst vor der Wirkung. Wer weiß, was ich da schon wieder tue. Meinen was-ich-schon-immer-sagen-wollte-Impuls, den der Homöopath ausgelöst und meine Therapeutin begleitet hat, wurde eher kritisch beäugt von denen, denen ich was sagen wollte. So war der Tiroler, den ich verfolge den Grundsatz der Ehrlichkeit ja noch immer, vorgestern fuchsteufelswild als ich neben ihm am Computer stand und ätzte. Wenn meine Therapeutin meint, dass das die Beziehung stärkt, dann täuscht sie sich gewaltig, tönte er. Das glaub ich aber nicht, denn meine Sticheleien haben zu einem guten Gespräch geführt. Niemand hat gesagt, dass Lebendigkeit in der Beziehung sich in jedem Moment gut anfühlen muss. 😉

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