Schlaf gut, meine Hübsche

Ich gebe zu, dass ich mich die ersten 1849 km echt blöd angestellt habe. Unser neues Auto kommt mir von innen so riesig vor, dass ich immer einparke, als wäre es außen riesig. Der Tiroler hat mich deswegen schon ausgelacht, Vrouwe natürlich auch, wobei Vrouwe diesbezüglich lieber den Schnabel halten sollte, denn sie hat am Sturzplatz einen schwarz-gelb-gestreiften Masten angefahren, wodurch ihre Heckscheibe zerbröselt ist. Es wäre also gut, wenn sie ihr Auto für größer halten würde. 😉 Und dann sind da noch die wildfremden Leute, die mich mit weitläufigen Armbewegungen ein- und ausgewiesen haben oder Leute, die mir so eine Einparkhilfe empfohlen haben. Und natürlich Tante Agnes, die mir gleich am Anfang der neuen Auto-Ära am Telefon verklickert hat, dass ich ein paar Tausend Kilometer fahren werde müssen, bis ich mein Auto verstehe. Ich sollte mir ein iPhone zulegen und Tante Agnes als App einrichten. Sie könnte mich  in jeder Lebenslage anweisen, wie es richtig geht. 😉

Gut. Also das hat ein Ende. Ich brauche keine Warmduscherinnen-Einparkhilfe, ich habe mein Auto seit heute im Griff. Ich kann es jetzt wieder so gut einparken, wie ich unseren Passat eingeparkt habe. Der Vorteil unseres neuen Autos ist überzeugend: Es regnet nicht hinein, wenn man damit in die Waschstraße fährt, man kann sich – ich hoffe, ich habe Recht und klopfe auf Holz – gut drauf verlassen, dass  es ohne Probleme fährt und man kriegt fast noch mehr Zeug hinein als in den Passat. Den ich um 1000 Euro verkaufen habe können – was für mein verhandlerisches Talent spricht. 😀 Kleiner Nachteil unseres Autos: Wenn man in die Waschstraße fahren will, muss man die Antenne abnehmen, wenn man die Antenne abnehmen will, muss man über 1,60 sein, weil wenn man nicht über 1,60 ist, dann kommt man nicht hin. Die Antenne unseres Hochdachkombis ist vorne in der Mitte. Ich müsste über die Motorhaube klettern, um das Teil abzuschrauben. Oder eine Trittleiter mitnehmen. Mit dem Versuch von der Seite irgendwie dazu zu kommen, habe ich mich schon lächerlich gemacht. Ich bin zu kurz.

Diese Sache sollte mir allerdings keine Probleme machen. Solange meine Welt soweit in Ordnung ist, dass mein Kind sich von mir in die Nacht verabschiedet mit den Worten „schlaf gut meine Hübsche“ ist alles gut und heil. Man sollte seine Kinder immer so behandeln, wie man selber behandelt werden will. 😉

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4 Antworten to “Schlaf gut, meine Hübsche”

  1. the rufus Says:

    Kommt also doch auch hin und wieder auf die Größe an 😀

  2. kathisalltagswahnsinn Says:

    Ja. 😀 Aber in dem Fall ist es kein Problem, dass mir wer hilft. 😀

  3. sabineww Says:

    Hübsche Frauen können sich beruhigt beim Antenne-Abschrauben helfen lassen 🙂

  4. sabineww Says:

    PS: Das Tante Agnes App hätt ich dann bitte auch gern!


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